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Schneekatastrophe in Ostbayern im Bayerischen Wald

Katastrophenschutz in Bayern – Ohne Feuerwehren unvorstellbar!
Tausende ehrenamtliche Helfer im Dauereinsatz

Schneekatastrophe Mit einem unvorstellbaren Kraftaufwand haben die Freiwilligen Feuerwehren Bayerns in den ostbayerischen Katastrophengebieten dafür gesorgt, dass die Schäden für die Kommunen und die vielen Hausbesitzer nicht unermessliche Höhen erreichten.

Dies dürfen die über 38.000 Hilfskräfte, darunter allein ca. 32.000 Feuerwehrkameraden, als ihre Leistung verbuchen und wurden verdientermaßen auch von allen Bereichen, an der Spitze Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber, mit Dank und Anerkennung bedacht. 

Seit dem 08.02.2006 bis über den 16.02.2006 hinaus waren die Freiwilligen Feuerwehren Bayerns pausenlos, stellenweise oft bis zur totalen Erschöpfung, im Einsatz, um Dächer von der Schneelast zu befreien, Gebäude abzusichern, Straßen freizuhalten und die Bevölkerung zu versorgen.

Was hier die Helfer im Interesse und zum Schutz ihrer Mitbürger geleistet haben, ist mehr als beeindruckend und dokumentiert in vorbildlicher Weise die außergewöhnliche Leistungsbereitschaft der größten Hilfsorganisation im Rahmen des Katastrophenschutzes, bayernweit mit rund 325.000 Feuerwehreinsatzkräften.

In sechs Landkreisen (Deggendorf, Freyung-Grafenau, Passau, Regen, Straubing-Bogen, Schwandorf), davon 5 in Niederbayern, musste der Katastrophenfall festgestellt werden. Die Einsatzkräfte in den betroffenen Landkreisen waren über 8 Tage durchgehend im Einsatz und wurden unterstützt durch Helfer aus ganz Bayern.

Katastrophenschutz in Bayern – Ohne Feuerwehren unvorstellbar! 

Bei diesen Katastropheneinsätzen hat man die Notwendigkeit des flächendeckenden Feuerwehrsystems in Bayern wieder einmal klar feststellen können.

Nur so ist es möglich, über Tage hinweg an den Einsatzstellen Hilfe zu leisten, weil durch die hohe Anzahl der Feuerwehren auch entsprechende Reserven und Ressourcen von Einsatzkräften vorhanden sind.

Die Bürger und Bürgerinnen unseres Staates, unserer Landkreise und Gemeinden können sich auf ihre Feuerwehr verlassen.

Feuerwehren im Katastrophenfall wichtiger denn je!

Ein persönliches Dankeschön:

Der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Bayern e.V. bedankt sich persönlich und im Namen aller Kreis- und Stadtbrandräte bei den bayerischen Feuerwehren, die über viele Tage hinweg freiwillig und unentgeltlich engagierte und spontane Hilfe unter schwersten Bedingungen und an gefährlichsten Einsatzorten leisteten.

Ein besonderer Dank gilt den vielen Arbeitgebern, die die ehrenamtlichen Helfer für den Einsatzdienst freistellten.  

Der Dank der Feuerwehren richtet sich aber auch an das THW, die Bundeswehr, Polizei, BRK und Hilfsorganisationen für ihren pausenlosen Einsatz und für die hervorragende Zusammenarbeit vor Ort.

Der Einsatz der Feuerwehren bei der Schneekatastrophe in Zahlen:

(lt. Schnellabfrage des LFV Bayern bei den Landkreisen und Städten)

Tabelle Schneekatastrophe in Zahlen
Einsatzdauer: 08.02.2006 bis 17.02.2006
Eingesetzte Feuerwehrdienstleistende: ca. 32.000
Gesamt-Einsatzstunden: ca. 465.000
Verletzte Feuerwehrleute: 22

Davon leisteten:

- im Landkreis Deggendorf  5.581 Feuerwehrdienstleistende
von Freiwilligen Feuerwehren aus 10 Landkreisen/ Städten
54.980 Einsatzstunden
- im Landkreis Freyung-Grafenau
5.821 Feuerwehrdienstleistende
von Freiwilligen Feuerwehren aus 5 Landkreisen/ Städten
84.550 Einsatzstunden
- im Landkreis/Stadt Passau  6.739 Feuerwehrdienstleistende
von Freiwilligen Feuerwehren aus 5 Landkreisen/ Städten
113.445 Einsatzstunden
- im Landkreis Regen
8.205 Feuerwehrdienstleistende
von Freiwilligen Feuerwehren aus 30 Landkreisen/ Städten
159.351 Einsatzstunden

Von den weiteren Hilfsorganisationen wurden unseren Recherchen zufolge zusätzlich ca. 180.000 Einsatzstunden geleistet.

Der Katastrophenschutz muss für unsere Feuerwehren in Bayern und darüber hinaus eine neue Gewichtung erfahren.

Sprachen wir noch vor fünf Jahren von Jahrhundertereignissen, trafen unsere Feuerwehren allein in den letzten sieben Monaten drei große Katastrophen:
  • Das Augusthochwasser 2005, bei dem über 28.500 Feuerwehrmänner und –frauen über Tage hinweg im Einsatz waren
  • Der Einsturz der Eishalle in Bad Reichhall im Januar 2006. Auch hier waren Feuerwehrdienstleistende tagelang unter immensen psychischen Belastungen im Einsatz
  • Und jetzt im Februar 2006 die Schneekatastrophe in Ostbayern, bei dem ca. 32.000 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus ganz Bayern über acht Tage im Einsatz waren
Dabei stellt sich die Frage, wann der nächste Katastropheneinsatz bevorsteht und wie die Feuerwehren ihn meistern werden?

Unter dem Motto:

Katastrophenschutz in Bayern -- Ohne Feuerwehren unvorstellbar! „Feuerwehren im Katastrophenfall wichtiger denn je“

ist es wichtig, die Arbeit der Feuerwehren im Katastrophenfall gegenüber der Bevölkerung und der Politik richtig darzustellen, da die Feuerwehren in Bayern mit ihren über 325.000 aktiven Feuerwehrdienstleistenden das größte Helferkontingent im Katastrophenschutz stellen.

Wichtig wird aber auch sein, für die Feuerwehren ein Zukunftspaket schnüren, um auch diese Aufgaben in Zukunft noch erledigen zu können, z.B.
  • Das System Notstandseinheiten in Bayern (länderübergreifende Hilfe) muss dringend auf vernünftige Beine gestellt und verabschiedet werden.
  • Die Freistellungsmöglichkeiten müssen weiter gesichert und ausgebaut werden.
  • Sonderausstattungen und Sonderfahrzeuge im Bereich des Katastrophenschutzes bereitstellen und beschaffen, um für die Zukunft gerüstet zu sein.
Nähere Informationen zum Katastropheneinsatz in Ostbayern (Update 12.02.2006) hier...

Hilfe aus Unterfranken (Stand: 15.02.2006) hier...

Bilder vom Katastropheneinsatz: hier...

Informationen zum Versicherungsschutz: hier...